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Trendwende bei Zimmerpreisen: Übernachten wird wieder teurer

Frankfurt, 6. August 2004: Nach einem längeren Abwärtstrend sind Hotelübernachtungen in Deutschland in allen Preiskategorien erstmals wieder teurer geworden. Reisende mussten im ersten Quartal 2004 durchschnittlich 2,7 % mehr für ihre Hotelzimmer bezahlen als Ende 2003. Damit sind die Preise aber noch immer niedriger als vor einem Jahr. Dies geht aus der neuesten Ausgabe des American Express European Corporate Travel Index (ECTI) hervor, der vierteljährlich die Entwicklung der Hotelpreise untersucht. Auch in anderen Ländern Westeuropas sind die Hotelpreise insgesamt leicht gestiegen.

Vor allem die Hotels der gehobenen Kategorie haben sich in Deutschland im ersten Quartal 2004 verteuert: Die Preise stiegen um 3,7 %. Übernachtungen in der preisgünstigsten Hotelgruppe, den Budget-Häusern, sind demgegenüber nur 1,5 % teurer als im Quartal zuvor. Insgesamt können Reisende aber weiterhin niedrige Hotelpreise in Anspruch nehmen: Im Jahresvergleich sank das Preisniveau in allen Kategorien. Das betrifft besonders die Luxushotels, in denen ein Zimmer im Durchschnitt 5,3 % günstiger zu haben war als ein Jahr zuvor.

Quartalsvergleich zeigt keinen klaren Preistrend - Griechenland als "Ausreißer"
Insgesamt war die Preistendenz im ersten Quartal 2004 auffallend uneinheitlich und von einem leichten Nord-Süd-Gefälle geprägt. So gerieten die Zimmerpreise in Skandinavien in einigen Kategorien unter Druck. Besonders starke Rückgänge verzeichnete Finnland, speziell in Budget-Hotels (-5,5 %), der Niedrigpreis-Kategorie (-7,0 %) und in Mittelklasse-Häusern (-3,4 %). In Österreich, Italien, Spanien und auch Portugal verteuerten sich die Zimmerpreise dagegen im gleichen Zeitraum fast durchweg in allen Kategorien. Besonders auffällig ist die Preisentwicklung in Griechenland: Das Übernachten in Budget-Hotels verteuerte sich im Quartalsvergleich um 39,1 % - eine extreme Zunahme vor dem Hintergrund der bevorstehenden olympischen Spiele. Wer in griechischen Luxushotels absteigen wollte, musste ebenfalls deutlich tiefer in die Tasche greifen (18,2 %). Griechenland ist auch im 12-Monats-Vergleich Spitzenreiter bei der Preissteigerung. Besonders kräftig fielen die Aufschläge in Budget-Hotels (46 %) und der Niedrigpreis-Kategorie (17,9 %).

Anmerkung für die Redaktion: der European Corporate Travel Index (ECTI)
Der ECTI ist eine vergleichende Untersuchung, die prozentuale Veränderungen bei veröffentlichten Preisen und Tarifen über einen bestimmten Zeitraum hinweg ermittelt. Der Hotel-Index überprüft Veränderungen bei den veröffentlichten Hoteltarifen in Städten auf der ganzen Welt. Die Städte werden nach denselben Kriterien ausgewählt wie beim Flug-Index. Dabei werden rund 10.000 Hotels in 112 Städten einbezogen.
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