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American Express Travel Forecast 2006: deutlich höhere Preise auf dem internationalen Reisemarkt

Deutschland mit den weltweit niedrigsten Steigerungsraten im Hotelsektor und Flugpreiserhöhungen unter europäischem Durchschnitt

Frankfurt am Main, 7. November 2005 – American Express, weltweit größter Anbieter von Geschäftsreisen, hat seine Prognose für die Entwicklung der Hotel- und Flugpreise für das Jahr 2006 vorgelegt. Weltweit werden die Tarife für Flüge insgesamt in einer Bandbreite zwischen drei bis fünf Prozent ansteigen. Im Hotelsektor ist mit Teuerungsraten zwischen ein und fünf Prozent zu rechnen. International wird sich diese Entwicklung je nach Region und Land unterschiedlich stark durchsetzen. Für Deutschland werden – wie auch im Vorjahresbericht – vergleichsweise moderate Zuwächse vorausgesagt.

Flug- und Hotelpreise global steigend
Laut dem aktuellen Business Travel Forecast werden die Flugpreise für Inlands- und Kurzstreckenflüge in der Economy Class für das Jahr 2006 weltweit um drei bis sechs Prozent anziehen. Bei den Langstreckentarifen in der Business Class werden Steigerungsraten von drei bis fünf Prozent erwartet. Diese Entwicklung ist insbesondere auf eine größere Nachfrage an Geschäftsreisen und höhere Treibstoffkosten zurückzuführen. Das Verhalten der Leistungsanbieter wird die Höhe der Steigerungsraten wesentlich bestimmen: über Preiserhöhungen versuchen sie frühere Verluste auszugleichen, die Auswirkungen der sprunghaft angestiegenen Kerosinpreise einzudämmen oder sogar ihre Gewinnmargen zu erhöhen. Für die etablierten Fluggesellschaften wird es aufgrund des anhaltenden Preisdrucks und der weiterhin starken Konkurrenz durch die Billigfluglinien in vielen Märkten wohl nur begrenzten Spielraum für Preissteigerungen geben.

Bei den Hotelzimmerpreisen ist in der mittleren Preiskategorie weltweit mit einem Anstieg von ein bis drei Prozent, im Premiumsegment voraussichtlich mit drei bis fünf Prozent zu rechnen. Preistreibend wirken hier vor allem der Wirtschaftsaufschwung nach der Schwächephase, verstärkter internationaler Reiseverkehr und die damit einhergehende bessere Auslastung sowie die sich weiter fortsetzende allgemeine Konsolidierung in der Hotelbranche. Der Trend zu einem dynamischen Preismodell wird die Verhandlungen um Hotelraten weiter erschweren.

Die tabellarische Übersicht finden Sie in beigefügtem PDF.

Europäische Flugpreise schwankend
In Europa dürfte sich der Preisauftrieb bei Kurzstreckenflügen in der Economy Class bei bis zu vier Prozent bewegen. Langstreckenflüge in der Business Class werden zwischen vier bis sechs Prozent teurer. Starke Impulse erhält das europäische Reiseaufkommen durch die weiterhin guten wirtschaftlichen Perspektiven von Ländern wie Estland, Lettland und Polen. Generell werden sich die Preise weiterhin sehr volatil entwickeln und auch innerhalb Europas je nach Land stark variieren. Während für Großbritannien bei Flügen in der Economy Class innerhalb Europas Preissteigerungen von bis zu fünf Prozent erwartet werden, liegt die Preisspanne für Deutschland mit -3 bis +3 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt.

Versuche der Fluggesellschaften, die Preise als Reaktion auf die zunehmenden Passagierzahlen und den steigenden Ölpreis spürbar zu erhöhen, werden höchstwahrscheinlich durch den anhaltenden Konkurrenzdruck vonseiten der Billiganbieter gebremst. Diese werden weiterhin intensiv um Geschäftskunden werben und die Margen auf den kurzen Strecken unter Druck setzen. Bei einem Marktanteil von durchschnittlich 24 Prozent in Europa haben die Billigfluglinien noch genügend Spielraum, ihren etablierten Konkurrenten weitere Marktanteile streitig zu machen. Das Aufkommen von zahlreichen kleinen osteuropäischen Billiganbietern, in Folge der Privatisierung ehemals staatlicher Fluglinien, verschärft den Wettbewerb weiter.

Dynamische Preisgestaltung in Europas Hotels
In Europa werden die Hotelpreise wegen der zunehmenden Auslastung, die sich durch verstärkte Nachfrage und der nur eingeschränkt möglichen Kapazitätsausweitung ergibt, voraussichtlich um ein bis vier Prozent steigen. Diese Schwankungsbreite dürfte allerdings in einigen Städten noch übertroffen werden. In London beispielsweise können Übernachtungspreise um zehn bis fünfzehn Prozent anziehen. Die niedrigste Steigerungsrate der europäischen Länder – sowie weltweit - wird mit bis zu zwei Prozent für deutsche Hotels prognostiziert. Dies bezieht sich sowohl auf die mittlere Kategorie als auch auf das Premiumsegment.

„Der günstige Preis von heute wird vielleicht morgen schon nicht mehr aufrecht zu erhalten sein“, bestätigt Winfried Barczaitis, Vice President und General Manager Business Travel bei American Express in Frankfurt. Der Trend zu einer dynamischen Preisgestaltung bedeutet, dass die Preise ein genaues Abbild der Nachfragehöhen und -tiefen des Marktes darstellen. Ohne ein funktionierendes Hotelprogramm, das beispielsweise ausgehandelte Preisabschläge zur aktuellen Tagesrate und festgesetzte Maximalraten beinhaltet, werden Unternehmen hohe Hotelkosten einplanen müssen. „2006 wird eine große Herausforderung für Einkäufer und Travel Manager von Unternehmen werden. Umso ratsamer ist es, einen Reisemanagementexperten einzubinden. Gerade in diesem Bereich ist unser Angebot bares Geld wert“, sagt Barczaitis.

Ausblick auf weitere Länder und Regionen für den Geschäftsreisesektor in 2006:
Die hierzu gehörigen Übersichten finden Sie in beigefügtem PDF.

Nordamerika: Für die USA ist aufgrund der besseren Weltwirtschaftslage und einer steigenden Nachfrage nach Transatlantikflügen mit Steigerungsraten für Kurz- und Langstreckenflüge zu rechnen. Der im Hotelbereich seit 18 Monaten andauernde Aufwärtstrend setzt sich auch in 2006 voraussichtlich weiter fort. Die Preise für Hotelübernachtungen werden im mittleren Segment um null bis drei Prozent zunehmen. Für das Premiumsegment wird ein Anstieg um zwei bis fünf Prozent erwartet.

Lateinamerika und Karibik Insgesamt gesehen schlägt sich auch im Raum Lateinamerika und Karibik die bessere Lage der Weltwirtschaft in einem vermehrten Flugverkehrsaufkommen nieder. Der Markt wird wettbewerbsintensiver, obgleich noch nicht alle Routen gleichermaßen von den Anbietern besetzt sind. Im Hotelsektor werden die veröffentlichten Preise voraussichtlich signifikant steigen.

Japan, Asien-Pazifik, Australien Im weltweiten Regionenvergleich werden für den Raum JAPA die niedrigsten Steigerungsraten für Flugpreise und die höchsten für Hotelpreise prognostiziert. Zurückzuführen ist dies auf das Aufkommen vieler neuer regionaler Billigfluglinien in Asien sowie einer vermehrten Nachfrage und somit verbesserten Auslastung im Hotelsektor.

Methodik
Die Prognosen basieren auf einer Kombination aus statistischen Vorhersagen, einer genauen Untersuchung der Branchen und der Beobachtung regionaler Wirtschaftsentwicklungen. Hinzu kommen Interviews mit Branchenanalysten von American Express sowie die Auswertung interner Daten. Die tatsächliche Entwicklung der Geschäftsreisepreise kann auf Grund unerwarteter politischer, wirtschaftlicher und/oder Umweltereignisse von den prognostizierten Zahlen abweichen.
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