American Express baut weltweites Programm zur Erhaltung gefährdeter Denkmäler weiter aus
Unternehmensleitung sagt zehn Millionen Dollar für Fünfjahreszeitraum zu – Spende von 100.000 US-Dollar für die Sanierung der Alten Brücke in Heidelberg verwendet
Frankfurt am Main, 26. Juli 2006 – Im Rahmen des neuen „Partners in Preservation“-Programms wird American Express sich auch in den kommenden fünf Jahren im Bereich der Denkmalförderung engagieren. Damit führt der internationale Reise- und Finanzdienstleister seine seit 1995 bestehende Partnerschaft mit dem „World Monuments Fund,“ einer Organisation, die sich für die Erhaltung des Weltkultur- und Weltarchitekturerbes einsetzt, fort. Im Zuge dieser Zusammenarbeit fand jüngst das berühmte Wahrzeichen der Heidelberger Altstadt, die „Karl-Theodor-Brücke,“ finanzielle Unterstützung. Die Sanierungsarbeiten an den Statuengruppen der Pallas Athene und des Kurfürsten Karl Theodor sind nun abgeschlossen und werden am 3. August mit einem Festakt auf der Alten Brücke begangen. Die Bewerbungsfrist für die Aufnahme in das Programm läuft noch bis Januar 2007.
Als weltweit tätiger Reise- und Finanzdienstleister setzt sich American Express für die Erhaltung gefährdeter historischer Stätten und Bauwerke ein, um diese auch für zukünftige Generationen zu bewahren. Das im Juni 2006 von American Express initiierte „Partners in Preservation“-Programm wird in den nächsten fünf Jahren mit einem Gesamtbudget in Höhe von zehn Millionen US-Dollar zur Erhaltung international bedeutender Denkmäler beitragen. Grundlage dafür ist zum einen die Fortsetzung der bereits seit 1995 in Form des „World Monuments Watch“ bestehenden Partnerschaft mit dem „World Monuments Fund“ und zum anderen die neu ins Leben gerufene Kooperation mit dem „National Trust for Historic Preservation“.
Voraussetzung für eine Förderung durch das „World Monuments Watch“-Projekt ist die Aufnahme auf die Liste der 100 meistgefährdeten Kulturdenkmäler, welche im Abstand von zwei Jahren erstellt und veröffentlicht wird. „Jede Sehenswürdigkeit muss dabei bestimmte Kriterien, wie Bedeutsamkeit und Dringlichkeit, erfüllen und zugleich stellvertretend für weitere, ähnlich gefährdete Baudenkmäler stehen“, erklärt Ursula Hellstern, Mitglied der Geschäftsleitung von American Express. Unterstützung finden auch Kunst- und Kulturprojekte, die für eine Region besonders charakteristisch und einzigartig sind. Denkmalschützer, Kulturministerien und Fachleute auf der ganzen Welt können ihre Vorschläge einreichen. Die Heidelberger Brücke wurde von einer unabhängigen, internationalen Expertenkommission auf die Liste von 2002 gewählt. Die Förderungssumme wurde für die Restaurierung der Statuengruppen der Pallas Athene und des Kurfürsten Karl Theodor aus den Jahren 1788 und 1790 genutzt. Heidelberg reiht sich mit dem Projekt „Alte Brücke“ in die namhafte Gruppe der weltweit vom „World Monuments Watch“ geförderten historischen Stätten ein, wie zum Beispiel die Moschee Hagia Sophia in Istanbul, das Tal der Könige in Ägypten, Piedras Negras in Guatemala oder die Ausgrabungen in Pompeji. Die Karl-Theodor-Brücke ist nach der Thomaskirche in Leipzig das zweite Kulturdenkmal in Deutschland, das von American Express unterstützt wurde. „Wir hoffen, dass nun noch weitere deutsche Denkmäler den Sprung auf die Liste schaffen“, so Hellstern weiter.
Interessierte können sich noch bis zum 15. Januar 2007 unter www.wmf.org/watch.html für eine Aufnahme auf die Liste der 100 meistgefährdeten Kulturdenkmäler für das Jahr 2008 beim „World Monuments Watch“ bewerben.
In den vergangenen zehn Jahren konnte American Express über den „World Monuments Watch“ 143 Zuschüsse an 119 kulturelle und architektonische Stätten in 59 Ländern vergeben. Die gesamte Spendensumme beläuft sich auf annähernd zehn Millionen US-Dollar. Die Initiative des Gründungssponsors American Express motivierte inzwischen zahlreiche weitere Förderer zu einem Engagement in der Erhaltung gefährdeter Baudenkmäler. Insgesamt konnte das „World Monuments Watch“-Programm so 407 Spendenzahlungen im Wert von 34 Millionen US-Dollar an 196 Projekte in 73 Ländern zusagen, einschließlich der Mittel von American Express.
Zum Auftakt des neu aufgelegten Programms „Partners in Preservation“ wurde eine Dreiviertelmillion US-Dollar für folgende Projekte fest zugesagt:
- Argentinien, Buenos Aires, Kirche La Merced
- Brasilien, Rio de Janeiro, Quinta da Boa Vista (Nationalmuseum)
- Kroatien, Split, Diokletianspalast
- Mexiko, Puebla, Kirche San Juan Bautista, Cuauhtinchan
- Russland, Moskau, Ostankino-Museum
- Spanien, Segovia, Aquädukt
- Sri Lanka, Galle, Altes Holländisches Krankenhaus
American Express Stiftung
Die American Express Stiftung ist Teil des philanthropischen Programms von American Express, einem der weltweit führenden Anbieter von Reise- und Finanzdienstleistungen, Kreditkarten, Travelers Cheques, Investmentprodukten, Versicherungen und internationalen Bankdienstleistungen. Die Stiftung wurde 1954 ins Leben gerufen und hat ihren Sitz in der Unternehmenszentrale in New York. Die von der Stiftung gewährten Unterstützungen lassen sich in drei Hauptbereiche gliedern, die die Förderschwerpunkte von American Express aufzeigen: „Kulturelles Erbe“, „Wirtschaftliche Selbstständigkeit“ und „Gesellschaftliches Engagement“.
World Monument Fund
Der World Monument Fund ist eine gemeinnützige, internationale Organisation mit Hauptsitz in New York. Er wurde 1965 gegründet und widmet sich weltweit der Erhaltung von Denkmälern und historischen Stätten.
National Trust for Historic Preservation
Der National Trust for Historic Preservation ist eine private, gemeinnützige, internationale Organisation mit Hauptsitz in Washington, D.C. Er wurde 1949 gegründet und widmet sich der Erhaltung von historischen Stätten in den USA.


