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American Express Business Travel Studie analysiert Ansprüche und Bedürfnisse von Geschäftsreisenden in Europa

Frankfurt am Main, 13. März 2007 – Geschäftsreisende haben es wirklich nicht leicht. Insbesondere die Deutschen empfinden den Business-Trip oft als belastende Trennung von Familie und Freunden. 70 Prozent nennen dies den größten Nachteil von Dienstreisen. Zu diesem Ergebnis kommt die American Express-Studie ‚Loves and Hates’ nach einer Befragung von 500 europäischen Geschäftsreisenden. Andere begrüßen die Dienstreise als willkommene Gelegenheit zur beruflichen wie persönlichen Weiterbildung: Die Chance, fremde Kulturen kennen zu lernen, hat für den Geschäftsreisenden des 21. Jahrhunderts einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig gewinnen ökologische Gesichtspunkte an Bedeutung: 29 Prozent der Befragten in Deutschland geben an, dass sich ihr Unternehmen heute mit umweltfreundlichen Gestaltungsmöglichkeiten im Travel Management auseinandersetzt. Die wichtigsten Kriterien jedoch, dies zeigt die Studie sehr deutlich, sind nicht die Kosten einer Dienstreise. Die wichtigsten Kriterien sind Zuverlässigkeit und Sicherheit bei der Reisebuchung.

‚Wissensdurst’ ist einer der Schlüsselbegriffe, wenn es darum geht, den modernen Geschäftsreisenden zu beschreiben: Bereits bei der Buchung möchten 82 Prozent der Europäer gut über ihre Destination informiert sein. Für sie macht Reisen den Beruf nicht nur interessanter, wie zum Beispiel 81 Prozent der Deutschen angeben, sondern bietet ihnen zugleich die Gelegenheit, andere Kulturen und Menschen kennen zu lernen. Im europäischen Vergleich sind die Deutschen am zurückhaltendsten. Nur 63 Prozent schätzen den Aufbau neuer Kontakte. Demgegenüber vermissen 70 Prozent der Deutschen während einer Geschäftsreise ihre Familie und Freunde und liegen damit im Ländervergleich vorn. Von den Franzosen teilen dieses Leid nur 57 Prozent.

Deutsche wollen „König Kunde“ sein
Im Vergleich zu anderen Europäern legen die Deutschen besonders großen Wert auf perfekten Service. Ganz oben auf der Prioritätenskala steht die Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit des jeweiligen Kundenservices (49 Prozent). Für die Franzosen ist dies dagegen weniger essenziell (29 Prozent). Der hohe Dienstleistungsanspruch der Deutschen zeigt sich auch in anderen Bereichen: 56 Prozent möchten ihre Flugzeiten unkompliziert variieren können (Franzosen: 47 Prozent). Auch auf den Online-Check-in wollen 52 Prozent der Deutschen nicht verzichten (nordische Länder: 42 Prozent). Zudem ist für 24 Prozent von Bedeutung, auch während eines Fluges in Kontakt mit ihrem Büro bleiben zu können. Hoch sind die die deutschen Erwartungen an einen Hotelaufenthalt: 53 Prozent betrachten schlechten Service seitens des Hotelpersonals als den gravierendsten Missstand. Bei den Briten lassen sich nur 41 Prozent von schwachem Service stören.

Sicherheitsbedürfnis bei europäischen Geschäftsreisenden stark ausgeprägt
Die Studie bestätigt, dass die Themen Zuverlässigkeit und Sicherheit nach wie vor eine elementare Rolle bei der Reiseplanung spielen. Länderübergreifend ist für 99 Prozent der Befragten die Zuverlässigkeit der Anbieter das wichtigste Kriterium – dicht gefolgt von Sicherheit bei der Buchung (96 Prozent). Kostenaspekte rangieren mit 84 Prozent deutlich hinter diesen beiden Entscheidungskriterien. So unterschiedlich die individuellen Ansprüche und Bedürfnisse ausfallen mögen: Der Wunsch nach Sicherheit hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt und steht bei allen Geschäftsreisenden auf der Prioritätenliste oben.

"Grün" reisen
Neben Sicherheitsaspekten spielen ökologische Gesichtspunkte eine zunehmend bedeutendere Rolle bei der Reiseplanung. „Wir sehen einen klaren Trend dahingehend, dass immer mehr Firmen aktiv Klimaschutz und umweltrelevante Kriterien in ihr firmeneigenes Travelmanagement integrieren“, erläutert Hildebrand. „Dabei handelt es sich vor allem um Unternehmen, die schon heute in den Emissionshandel involviert sind. Aber auch viele börsennotierte Firmen erstellen neben ihrem Financial Reporting bereits Umweltbilanzen.“ Als Vorreiter im Bereich Ökologie erweisen sich die Deutschen: 29 Prozent geben an, dass sich ihr Unternehmen heute mit umweltfreundlichen Gestaltungsmöglichkeiten im Travel Management beschäftige. Damit sind die Deutschen – im europäischen Vergleich – diejenigen, die ihrem Arbeitgeber hier am meisten Engagement zusprechen. Länderübergreifend betrachtet denkt jedoch mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Geschäftsreisenden, dass ökologischen Fragen bei der Reiseplanung wenig bis gar keine Beachtung geschenkt wird.

Über die Studie
American Express befragte im Dezember 2006 insgesamt 500 Geschäftsreisende aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den nordischen Ländern online zu ihren Ansprüchen und Abneigungen in Bezug auf den Verlauf von Geschäftsreisen (125 Interviews je Markt). Durchgeführt wurde die Studie von Loudhouse Research.
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